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2019 Bruderschaft am Grab

GRUSSREDE DES ORDEN "BRUDERSCHAFT DER MUDZBORGH" AM GRAB DER KAISERIN THEOPHANU AN IHREM TODESTAG, AM 15. JUNI 2019, IM KLOSTER ST. PANTALEON IN KÖLN.


Aus Misburg, ehemals Mudzborgh, und auch aus Spanien sind wir "Die Bruderschaft der Mudzborgh" zum Grab der Kaiserin Theophanu nach St. Pantaleon gepilgert, um dieser einst mächtigsten Frau des Abendlandes im Zeitalter der Ottonen zu gedenken. Sie ist im Jahr 991 gestorben, als sie auf dem Höhenpunkt ihrer Macht stand. Als "Theofania del Sacro Imperio" wurde sie gelobt. Hier vor deinem weissen Marmor-Grab möchten wir „Die Bruderschaft“, heute am 15. Juni 2019, an deinem Todesgedenktag unseren grössten Respekt und Ehre erweisen.

Als erstes möchte die „Bruderschaft der Mudzborgh“ alle Teilnehmer begrüßen, die heute gekommen sind, um an diesem historischen Akt des Todesgedenktag Kaiserin Theophanus dabei zu sein. Die Bruderschaft bringt euch einen Gruß von dem Bischof von Hildesheim Dr. Heiner Wilmer, der unsere Pilgerreise nach St. Pantaleon mit den folgenden Worten gesegnet hat: "Ich wünsche der Bruderschaft der Mudzborgh eine gute Begegnung, fruchtbare Gespräche, sowie erfüllende Erfahrungen. Dafür erbitte ich der Bruderschaft Gottes reichen Segen und das Wirken seines heiligen Geistes". Auch der Metropolit Policarpo von Spanien, Portugal und Verwaltungsgebiet des Mittelmeers, Ökumenischer Patriarchat von Konstantinopel, hat uns folgende Botschaft mitgegeben: "Mit größter Freude bin ich von Ihnen über die Feier am 15. Juni 2019 in St. Pantaleon mit der orthodoxen Gemeinde Köln über das heilige Amt des Gedenkens an Kaiserin Theophanu, die in diesem Kloster begraben ist, informiert worden. Ich beteilige mich spirituell an diesem wichtigen kulturell-religiösen Ereignis mit einem ökumenischen Charakter, das Ost und West vereint, und ich grüße alle Teilnehmer herzlich".

Unser herzlicher Dank gebürt dieser großen Dame, die im Jahr 983 den Bau der Mudzborgh plante und genehmigte, eine Verteidigungs- und Fluchtburg, die von ihrem damaligen Berater und späteren Bischof Bernward von Hildesheim im Jahr 1013 gebaut wurde. Dank des Baus der Mudzborgh wurde zu Ostern 1182, in der Kapelle der Mudzborgh, unsere Bruderschaft vom Herzog Heinrich Der Löwe gegründet. Ohne Kaiserin Theophanu gäbe es keine Mudzborgh und auch keine Bruderschaft der Mudzborgh. Wir begrüßen die christlichen Glaubensgemeinschaften, die an dieser ökumenischen Eucharistie zum Todestag Theophanu teilnehmen. Wir ehren heute eine Kaiserin, die zweifellos eine bedeutende und wichtige Brücke für die Einigung zwischen der christlichen Kirche von Ost und West war, eine Brücke, die noch heute, nach mehr als 1000 Jahren, uns verbindet.

Die byzantinische Prinzessin, etwa im Jahr 955 in Konstantinopel geboren und ab 972 Kaiserin Theophanu, hat sich immer für die Einigung der Kirche von Ost und West eingesetzt. Sie wurde auch durch Erzbischof Brun von Köln, der Onkel ihres Ehegatten Kaiser Otto II. und der jüngere Bruder von Otto I., der Große, immer dabei unterstützt. Vieles hat Kaiserin Theophanu für die Kirche St. Pantaleon gestiftet und hat sich gewünscht, hier in ihrem Lieblingsort St. Pantaleon nach ihrem Tod begraben zu werden.

Ich zitiere die klugen Worte des Chronisten Thietmar von Merseburg:

"Theophanu überraschte mit Verstand und Kreativität. Erzbischof Gero kommt mit einem jungen Mädchen an, das keiner kannte. Man wollte die Prinzessin Anna haben, aber dieses Mädchen hieß Theophanu. Sie, ein ganz cleveres Mädchen und durch die Erziehung, die sie genossen hatte, war sie den Adligen hier jedenfalls haushoch überlegen".

Seit 999 liegt Kaiserin Theophanu, die einst mächtigste Frau Europas, in einem weißen Naxos Marmor Sarkophag begraben. Hier in St. Pantaleon in Köln genießt die einst wichtigste Frau Europas ihre verdiente Ruhe. St. Pantaleon ist der Patron von Konstantinopel, die Stadt in der Theophanu geboren wurde. Der Heilige St. Pantaleon wurde von Theophanu verehrt.

Wir, als eine Delegation der Bruderschaft der Mudzborgh, sind den Benediktinern und dem Pfarrer Dr. Volker Hildebrandt für die Einladung zu dieser Begegnung der Christen am heutigen Tag sehr dankbar. St. Pantaleon ist das Fundament der Brücke die Theophanu uns hinterlassen hat, ein wichtiges und festes Fundament der christlichen Kirche. Eine Brücke als Verbindung für die Einigung der Christen aus Ost und West, im Sinne der Ökumene. Wir sind glücklich und es ist eine große Ehre an dieser historischen und ältesten St. Pantaleon Kirche, westlich von Konstantinopel an dem Todestag von Kaiserin Theophanu anwesend zu sein.

Hier, wo Theophanu beerdigt wurde, gibt es eine im Erzbistum Köln einzigartige bestehende katholisch-Orthodoxe Ökumene. Beim tausendjährigen Todestag von Theophanu hatte der damalige Pfarrer Dr. Peter von Steinitz einen bis heute bestehenden Austausch mit orthodoxen Christen ins Leben gerufen, der mit dem jetztigen Pfarrer Dr. Volker Hildebrandt weiter besteht. Das Grab der Kaiserin Theophanu in St. Pantaleon ist die Heimat im Sinne der Verständigung der katholischen und orthodoxen Gemeinde.

Die Bruderschaft der Mudzborgh steht uneingeschränkt für eine Einigung der christlichen Konfessionen in den wahren Worten Christus. Es ist die einzige Alternative, um gemeinsam die schweren Herausforderungen unserer Kirche im 21. Jahrhundert zu durchstehen.

Mit Respekt und Liebe im Herzen haben wir unserer Kaiserin eine Pilgerkerze mitgebracht. Sie wird hier am Grab dieser großen Dame angezündet. Die Kerze soll uns alle die Erleuchtung bringen, die Kaiserin Theophanu vor über 1000 Jahren im Herzen trug. Wir, die Bruderschaft der Mudzborgh, würden uns freuen, wenn diese Kerze immer zum Gedenken an jedem Todestag an Theophanus Grab erleuchtet.

AM SCHLUSS ZUM NACHSPRECHEN VON DER BRUDERSCHAFT GLEICH NACH DEN ANZÜNDEN DER PILGERKERZE:

"Mit dieser Kerze,
möchten wir
unserer Kaiserin Theophanu,
unseren Dank
und Anerkennung aussprechen,
Theophanu verdanken wir
unsere Existenz,
da sie im Jahr 983
den Bau der Festung Mudzborgh
plante und genehmigte,
die im Jahr 1013
von Bernward,
Bischof von Hildesheim
gebaut wurde,
dadurch ist Theophanu
unsere geistliche Mutter,
diese Pilgerkerze
hier und heute an ihrem Grab,
in St. Pantaleon,
soll uns allen
hier Versammelten
die Erleuchtung bringen,
die Erleuchtung, die Theophanu
vor mehr als 1000 Jahren,
in ihrem Herzen trug,
wir sind dir
unserer Kaiserin Theophanu,
dafür ewig dankbar".