Regenschutz: Schichten für mehrere nasse Tage hintereinander

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Ausrüstung & Gewicht
Veröffentlicht am
23. Juni 2026
Lesezeit
5 Min.
Regenschutz: Schichten für mehrere nasse Tage hintereinander
Jacke, Hose, Rucksackschutz und Trocknungsstrategie für Touren, bei denen es nicht bei einem Regentag bleibt, mit Gewichten und Grenzen im Vergleich.

Ein Regentag ist eine Randnotiz. Drei Regentage hintereinander sind eine andere Tour: Alles ist feucht, nichts trocknet über Nacht, und der Kältereiz steigt mit jedem Tag. Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Woche liegt weniger in der Jacke als in der Strategie.

Jacke und Hose: atmungsaktiv, aber realistisch

Eine Wanderjacke mit Membran, 250 bis 400 Gramm, hoher Kapuze und Unterarmbelüftung deckt die meisten Fälle ab. Erwarten Sie keine trockene Innenseite bei acht Stunden Regen im Anstieg: Bei hoher Belastung kondensiert Schweiß schneller, als jede Membran ihn abgibt. Entscheidend ist deshalb die Belüftung, nicht der Laborwert. Eine leichte Regenhose von 150 bis 250 Gramm lohnt sich vor allem bei Wind, weil nasse Beine bei 10 Grad und Zugluft schnell auskühlen.

Ein Poncho ist die leichteste Lösung für flaches Gelände und deckt den Rucksack gleich mit ab, wird bei Wind aber unbrauchbar.

Rucksack und Elektronik: doppelt sichern

  • Rucksackhülle außen, 80 bis 120 Gramm, gegen Dauerregen und Spritzwasser
  • Packsäcke innen für Schlafsack, Isolationsschicht und Wechselkleidung
  • Wasserdichter Beutel für Telefon, Powerbank und Papiere
  • Ein Müllbeutel als Innenauskleidung des Rucksacks, 15 Gramm, erstaunlich wirksam

Wenn der Schlafsack nass wird, ist die Tour zu Ende. Alles andere trocknet irgendwann.

Trocknen: die eigentliche Aufgabe

Planen Sie an nassen Tagen die Ankunft früher, damit noch Zeit zum Trocknen bleibt. Zeitungspapier im Schuh zieht Feuchtigkeit deutlich besser heraus als eine Heizung, die Leder spröde macht. Nasse dünne Kleidungsstücke über Nacht in ein trockenes Handtuch gewickelt, trocknen erstaunlich weit durch. Führen Sie außerdem eine Garnitur, die niemals nass werden darf: Socken, Unterwäsche und eine Isolationsschicht, ausschließlich für den Abend und die Nacht. Diese Garnitur bleibt im Packsack und wird auch dann nicht angezogen, wenn die letzten drei Kilometer im Guss kalt werden.

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