Rucksackgewicht: der Anteil am Körpergewicht als harte Grenze

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Ausrüstung & Gewicht
Veröffentlicht am
20. Jan. 2026
Lesezeit
5 Min.
Rucksackgewicht: der Anteil am Körpergewicht als harte Grenze
Wie viel Prozent des Körpergewichts ein Rucksack auf Mehrtagestouren haben darf, wie sich das Basisgewicht rechnet und wo Kilogramm am leichtesten verschwinden.

Beim Weitwandern ist Gewicht keine Frage der Bequemlichkeit, sondern der Haltbarkeit. Zwei Kilogramm zu viel spürt man am ersten Tag kaum und am sechsten in jedem Schritt.

Prozentregel: 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts

Als Obergrenze für mehrtägiges Gehen gelten 15 Prozent des Körpergewichts einschließlich Wasser und Verpflegung, angenehm sind 10 bis 12 Prozent. Bei 70 Kilogramm Körpergewicht bedeutet das eine Grenze von 10,5 Kilogramm und einen Zielwert um 8 Kilogramm. Bei 90 Kilogramm liegt die Grenze bei 13,5 Kilogramm. Wer diese Werte deutlich überschreitet, verliert Tempo, belastet Knie und Rücken stärker und riskiert Scheuerstellen an Hüfte und Schultern.

Getrennt davon zählt das Basisgewicht: alles außer Wasser, Essen und Brennstoff. Ein Basisgewicht von 6 bis 7 Kilogramm mit Übernachtung im Quartier ist gut erreichbar, mit Zelt und Schlafsystem sind 9 bis 10 Kilogramm ein solider Wert.

Die großen Posten: wo Kilogramm tatsächlich liegen

  • Rucksack: 1,0 bis 1,6 Kilogramm reichen, viele Modelle wiegen leer über 2 Kilogramm
  • Schlafsack oder Hüttenschlafsack: Unterschiede von 800 Gramm zwischen Modellen derselben Wärmeklasse
  • Zelt und Matte: die größte Einzelersparnis, bis zu 1,5 Kilogramm gegenüber Standardausrüstung
  • Wasser: kein Ausrüstungsposten, aber der schwerste Einzelfaktor an heißen Tagen

Wiegen Sie jedes Teil einzeln, bevor Sie ein neues kaufen. Die Küchenwaage findet mehr Gramm als jeder Ratgeber.

Packliste prüfen: der Test nach der Tour

Legen Sie nach jeder Tour alles auf einen Tisch und trennen Sie in drei Stapel: täglich benutzt, einmal benutzt, gar nicht benutzt. Der dritte Stapel bleibt beim nächsten Mal zu Hause, mit Ausnahme von Verbandmaterial, Regenschutz und Stirnlampe. Diese drei Posten rechtfertigen ihr Gewicht auch dann, wenn sie eine ganze Saison im Rucksack liegen bleiben. Typische Kandidaten für den dritten Stapel sind Wechselschuhe, ein zweites Buch, ein Kochset auf Touren mit Halbpension und Kleidung für einen Wetterfall, der in der Jahreszeit nicht eintritt.

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