Blasen vermeiden und behandeln: was am Wegrand wirklich hilft

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Körper & Tempo
Veröffentlicht am
24. März 2026
Lesezeit
5 Min.
Blasen vermeiden und behandeln: was am Wegrand wirklich hilft
Entstehung von Druckstellen, wirksame Vorbeugung mit Socken und Tapes und ein klares Vorgehen, wenn die Blase trotzdem da ist.

Blasen beenden mehr Weitwanderungen als Wetter und Kondition zusammen. Sie entstehen durch Reibung bei Feuchtigkeit und Wärme, also durch eine Kombination, die auf jeder langen Etappe zwangsläufig auftritt.

Vorbeugung: Reibung und Feuchtigkeit getrennt bekämpfen

Zwei Hebel wirken unabhängig voneinander. Gegen Feuchtigkeit hilft ein Sockenwechsel nach vier bis fünf Stunden, auch wenn die Socke sich trocken anfühlt. Hängen Sie das benutzte Paar außen an den Rucksack, dann ist es am nächsten Morgen wieder einsatzbereit. Gegen Reibung hilft ein Schuh, der im Ballenbereich Platz und in der Ferse festen Sitz hat, sowie eine sauber gebundene Schnürung mit zwei Zonen: locker über dem Spann, fest über dem Rist.

Bewährte Hilfsmittel, sparsam eingesetzt:

  • Dünne Sockenlage unter der Wandersocke an bekannten Problemstellen
  • Tape auf trockener Haut, bevor die Rötung entsteht, nicht danach
  • Fettcreme an den Zehenzwischenräumen bei langen Nassetappen
  • Zehennägel kurz und gerade geschnitten, spätestens am Vorabend der Anreise

Behandlung: frühes Anhalten schlägt spätes Pflaster

Sobald es an einer Stelle brennt, halten Sie an. Fünf Minuten am Wegrand kosten weniger als drei Tage mit verändertem Gangbild. Kleine geschlossene Blasen bleiben zu und werden mit einem Blasenpflaster abgedeckt. Große, pralle Blasen werden seitlich mit einer desinfizierten Nadel eröffnet, die Haut bleibt als Schutz liegen, danach desinfizieren und abdecken.

Wer wegen einer Blase anders auftritt, holt sich innerhalb von zwei Tagen ein Problem im Knie oder in der Hüfte.

Am Abend: trocknen und prüfen

Ziehen Sie die Schuhe direkt nach der Ankunft aus, waschen und trocknen Sie die Füße gründlich, auch zwischen den Zehen. Kontrollieren Sie täglich beide Fußflächen auf Rötungen. Offene Wunden werden abgedeckt; entzündete Stellen mit Wärme, Schwellung oder rotem Streifen gehören ärztlich angesehen. Diese Hinweise ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, geben aber die Reihenfolge vor, in der unterwegs entschieden wird.

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